Boll holt den Pokal – Kinder gewinnen
Es ist das neunte Mal, dass der Business Club Frankfurt sein Charity-Golfturnier veranstaltet hat. Gespielt wurde – wie stets–beim Golfclub Neuhof in Dreieich, aber die anschließende Feier stieg erstmals statt im Hilton in Gravenbruch im Hilton im Squaire am Flughafen. Und wie immer wurde die Benefizgala, die die Macher des Clubs, Präsident Oliver Weiß und sein Vize Detlef Goss, auf die Beine stellen, ein voller Erfolg. Zu meinen monetär, denn es sind 55.000 Euro zusammengekommen, und zum anderen von der Stimmung her. Übrigens verteilt der Business Club die Summe an mehrere karitative Organisationen. Den größten Batzen teilen sich die Leberecht- Stiftung unserer Zeitung und der Verein Main Kind mit je 14.000 Euro.
„Wir danken den Gästen und Mitwirkenden des Business Club Frankfurt herzlich für ihre kontinuierliche und großzügige Unterstützung“, freute sich Bianca Haag, Geschäftsführerin der Leberecht-Stiftung. „Ihre Spenden ermöglichen es uns, behinderten und benachteiligten Kindern und Jugendlichen Lebensfreude und neue Perspektiven zu schenken. Zuletzt haben wir beispielsweise Musikkurse für Kinder mit körperlichen und motorischen Beeinträchtigungen an der Viktor-Frankl-Schule finanziert. Dabei erleben sich die Schülerinnen und Schüler über Klänge und gemeinsames Musizieren als Gemeinschaft – sie können aktiv sein und zugleich zur Ruhe kommen“, nannte sie eines von vielen Projekten, die die Stiftung finanziert. Bei Main Kind fließt die Summe in den Kauf guter und gesunder Lebensmittel, so die Vorsitzende Sandra Schellhase-Bender. Aber nicht nur dafür, denn „wir haben ein behindertengerechtes Fahrrad gekauft und schaffen auch weiterhin Tablets an“. Zu den ungefähr 250 Gästen zählten etliche Prominente wie etwa Boxweltmeister Sven Ottke, der ehemalige Radrennfahrer Kai Hundertmarck, Handballweltmeister Christian „Blacky“ Schwarzer und Tischtennis-Ass Timo Boll, um nur einige zu nennen. Uwe Becker, Präsident des Hessischen Rechnungshofes, war kurz zuvor aus einem Flieger aus Oslo gestiegen. Er vertrat die hessische Landesregierung.
Oliver Weiß blickte in seiner Ansprache auf die Entwicklung des Business Clubs zurück und freute sich, dass die Veranstaltung bereits zum neunten Mal unter der Schirmherrschaft des hessischen Ministerpräsidenten steht. Dies sei keineswegs selbstverständlich, sondern Ausdruck der Anerkennung, die sich der Club in den vergangenen Jahren weit über Frankfurt hinaus erarbeitet habe. Ebenso würdigte Weiß die langjährige Zusammenarbeit mit den beiden geförderten Kinderhilfsorganisationen. Seit vielen Jahren begleite der Club die Projekte kontinuierlich und verstehe sein Engagement ausdrücklich als langfristige Partnerschaft. „Helfen ist das schönste Zeitwort“, so Weiß. Für Timo Boll war es ein besonderer Abend, denn es war das erste Golfturnier, das er gewonnen hat. Zusammen mit seinem Kumpel Blacky Schwarzer hielt er die Trophäe in den Händen. „Natürlich freut man sich über einen Pokal. Aber viel wichtiger ist zu sehen, wie viele Menschen hier ihr Herz am richtigen Fleck haben und bereit sind, Kindern zu helfen“, sagte Schwarzer. „Ich finde dieses familiäre Flair sensationell“, sagte Boll, der zum ersten, aber nicht zum letzten Mal teilgenommen hat. „Golf spiele ich mittlerweile wieder mit großer Leidenschaft. Ich habe letztes Jahr meine Profikarriere beendet und jetzt etwas mehr Zeit dafür. Wenn man das mit einem guten Zweck verbinden kann, ist das natürlich umso schöner“, so Boll. „Ich war überrascht, dass es zum Sieg gereicht hat. Aber wir haben heute als Team wirklich gut gespielt. Sich gemeinsam zu freuen, ist immer etwas Besonderes.“
Presse: Enrico Sauda
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